Presseberichte

SEHNDE NEWS vom 10.06.2017

Astrid-Lindgren-Grundschule bekommt Schulobst – Kita Müllingen erhält Milch

Das von der Landesregierung geförderte EU-Schulobstprogramm geht in eine neue Runde und erstmalig ist die Astrid-Lindgren-Grundschule in Sehnde mit dabei. Dies teilte die für Laatzen, Pattensen und Sehnde zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann am Freitag mit. „Für die Schülerinnen und Schüler der Astrid-Lindgren-Schule beginnt der Unterricht nach den Sommerferien mit frischem Obst und Gemüse“, so Lesemann. Grund zur Freude hat auch die Kindertagesstätte Müllingen: Sie erhält zum neuen Kita-Jahr regelmäßig Schulmilch. Dies ist neu, denn bisher konnten nur Schulen an dem Milchprogramm teilnehmen.

Zum Schuljahr 2017/2018 wird das bisherige Schulobst- und Schulgemüseprogramm der Europäischen Union mit dem Schulmilchprogramm zum „EU-Schulprogramm“ zusammengeführt. Die Kinder erhalten kostenlos Milch und bei Bio- und Weidemilch gibt es einen besonderen Zuschlag für den Erzeuger. Die Maßnahme habe deshalb einen dreifachen Effekt: „Vitaminreiches Obst und Gemüse sowie gesunde Milch für die Kinder und bessere Erlöse für die Milchbauern“, so die Abgeordnete.

Im kommenden Schuljahr stehen für den Bereich Obst und Gemüse rund 3,37 Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung. Damit wie in den Vorjahren alle Schulen am Programm teilnehmen können, wird dieses Budget vom Land mit bis zu 1,5 Millionen Euro aufgestockt. „Es ist schön, dass hierfür die Landesmittel noch einmal erhöht wurden“, betont Lesemann. „Das ist gut angelegtes Geld, denn wir investieren damit in die gesunde Ernährung und Zukunft unserer Kinder.“ Rund 1,2 Millionen Euro EU-Mittel werden zudem für Milchprogramm bereitgestellt. „Alle interessierten Bildungseinrichtungen können ins Programm aufgenommen werden“, so Lesemann.

So sind sieben Lehrter Schulen und eine Kita ebenfalls beteiligt, aus Burgdorf sind sechs Schulen und zwei Kitas dabei sowie aus Uetze eine Schule und zwei Kitas.

Das neue EU-Schulprogramm kommt Kindern in Schulkindergärten, Grundschulen (Klasse 1-4), Förderschulen (Klasse 1-6) sowie Landesbildungszentren (Klasse 1-6) zugute sowie bei der Schulmilch zusätzlich auch Kindertageseinrichtungen – also Mädchen und Jungen im Alter von drei bis sechs Jahren. Niedersachsen nimmt seit dem Schuljahr 2014/2015 an der EU-Maßnahme teil. Ziel war es von Anfang an, den Verzehr von gesundem Obst und Gemüse bei Kindern zu erhöhen. Zugleich soll das EU-Schulprogramm, mit begleitenden Maßnahmen, zu mehr Wissen über Milch und über die Vielfalt der Obst- und Gemüsearten, deren Herkunft und Anbau führen, und eine gesündere Ernährung fördern.

Weitere Informationen und eine Liste aller teilnehmenden Schulen gibt es im Internet.

 

 

HAZ vom 06.04.2017

Ran an den Propeller

Forschertag zum Thema Strom

HAZ vom 06.04.2017: "Ran an den Propeller"
Justus und Lara haben einen Motor zusammengebaut.Foto: Köhler

Sehnde. „Wo ist der Propeller hin?“ Justus schaut sich suchend um. Der von ihm soeben zusammengebaute Motor hat das Flugobjekt mit Wucht gegen die Decke und dann unter den Tisch befördert. Spaß hat die Klasse 4a der Astrid-Lindgren-Grundschule beim Forschertag zum Thema Strom reichlich.

„Ein solches zusätzliches Praxisangebot ist immer toll“, sagt Klassenlehrerin Andrea Friehs. Erst kürzlich hatte sich der zweite Jahrgang mit Christian Habecker dem Bauen und Konstruieren gewidmet. Nun erfuhren die Viertklässler vieles über Strom. Von Grundlagen wie dem korrekten Einlegen einer Batterie über Schaltungen bis hin zum Ausprobieren mit einfachen Elektromotoren reichte die Spanne.

Natürlich völlig gefahrlos. Anhand von Anleitungen im sogenannten Forschertagebuch steckten die Kinder die elektronischen Bauteile der von Habecker mitgebrachten Merlin-Elektronik-Experimentier-Sets auf einer Plexiglassteckplatte zusammen. „Sie lernen so das wissenschaftliche Arbeiten“, sagte Habecker: „Quasi als Gesellenstück bauen sie dann als Werkstück eine komplette Lampe zusammen.“

Auch der Vergleich zwischen herkömmlichen Glühbirnen und LEDs stand auf dem Plan. Mit Messgeräten untersuchten die Schüler, wie viel Strom die verschiedenen Arten von Leuchtmitteln benötigen. „Dann wissen die Kinder, warum heute so viele LEDs benutzt werden. Und warum Eltern immer darauf dringen, das Licht auszumachen und Strom zu sparen“, sagte Habecker. Zum Abschluss konnten die Kinder beim Konstruieren von Murmelbahnen aus magnetischen Bauteilen ihr räumliches Vorstellungvermögen unter Beweis stellen.ks

 

 

SEHNDE NEWS vom 28.01.2017

Mutwilliger Fehlalarm in der Astrid-Lindgren-Schule

Der Alarm kam um 13.04 Uhr am Mittwoch für die Ortsfeuerwehren Sehnde und Ilten: Brand in der Astrid-Lindgren-Grundschule in Sehnde am Zuckerfabriksweg. Auch die Polizei fuhr zum Einsatzort.

Zwei Feuerwehren und die Polizei rückten an – Foto: JPH

Doch dort fanden die Einsatzkräfte schnelle heraus, dass es sich nicht um einen Brandeinsatz handelte, sondern um einen an einem Feuermelder mutwillig ausgelösten Fehlalarm. Die weinigen Schüler, die zu dieser Zeit noch im Gebäude Unterricht hatten, waren geordnet unter Führung der jeweiligen Unterrichtenden aus den Klassenräumen nach draußen gekommen und hatten sich am vorgesehenen Sammelort eingefunden.

Als die Feuerwehr Sehnde mit dem Tanklöschfahrzeug eintraf, ging die Erkundung unter Leitung des Ortsbrandmeisters Sven Grabbe ins Gebäude. Hier stellte sich schnell heraus, dass eine Person die Sicherheitsglasscheibe vor dem Melder zerstört und den Meldeknopf gedrückt hatte. In diesem Moment traf die Feuerwehr aus Ilten ebenfalls an der Schule ein. Sie konnte auf der Anfahrt nicht mehr gestoppt werden Das allerdings gelang noch mit der Drehleiter, die aus Lehrte kommen sollte – die Sehnder Drehleiter ist ja bekanntlich defekt. „Es wird wohl kein Schüler gewesen sein“, sagte Grabbe, „denn die waren alle im Unterricht.“  Nun ermittelt die Polizei gegen Unbekannt wegen des Auslösens. Und der Einsatz mit drei Feuerwehren, rund zehn Feuerwehrleuten, der Polizei und weiteren Kräfte in den Feuerwehrhäusern dürfte dann richtig teuer werden – zu Recht!

 

 

HAZ vom 26.01.2017
Jetzt kann's losgehen: Joos (7, (von links), Fares (8) und Hannes (10) haben es sich auf Decken und Kissen gemütlich gemacht und warten auf den Start der Kinovorführung.
Jetzt kann's losgehen: Joos (7, (von links), Fares (8) und Hannes (10) haben es sich auf Decken und Kissen
gemütlich gemacht und warten auf den Start der Kinovorführung. Quelle: Katja Eggers
Die Kinder waren auf die Filmvorführung am Freitagabend bestens vorbereitet. Sie schleppten fröhlich Sitzkissen, Schmusedecken und Kuscheltiere in die Schule, zogen die Schuhe aus und machten es sich in den Klassenzimmern auf dem Boden vor der Leinwand gemütlich.

Der siebenjährige Joos hatte eine Decke und seinen Kuschelhund Benno dabei. Eigentlich hätte er auch gern noch den Schmuseaffen Jonathan und seinen großen Sitzsack mitgebracht. Papa Holger Kunde, Chef des Fördervereins, schob da jedoch einen Riegel vor. "Das wird zu viel - man hat ja eh schon den Eindruck, dass manche Schüler hier heute Abend einziehen wollen", sagte er augenzwinkernd.

Der Kinoabend ist in der Astrid-Lindgren-Schule mittlerweile eine feste Institution. Die Vorfreude war bei den Kindern entsprechend groß. "Joos hat schon die Tage gezählt, bis es endlich losgeht", berichtete sein Vater. "Kinogucken ist viel besser als Unterricht", meinte auch der zehnjährige Hannes. Er saß in "Kino 1" neben Joos in der ersten Reihe und wartete gespannt auf den Start des Animationsfilms "Robinson Crusoe".

Zur Auswahl standen den Kindern insgesamt fünf aktuelle Kinderfilme. Der Förderverein hatte eine Mischung zusammengestellt und für den Kinoabend sowohl Animationsfilme wie Disneys "Zoomania" als auch reale Filme wie "Bibi und Tina - Mädchen gegen Jungs" ausgesucht. Die Kinder konnten sich im Vorfeld in Listen eintragen und ihre beiden Lieblingsfilme angeben. Erklärter Favorit war mit 37 Namen diesmal der Streifen "Bibi und Tina". Da die Stimmen aber einigermaßen gleichmäßig verteilt waren, konnte jedes Kind auch tatsächlich seinen Lieblingsfilm sehen.

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Die Schüler haben im Vorfeld in Listen eingetragen, welchen Film sie am liebsten sehen wollen. Quelle: Katja Eggers

HAZ vom 05.11.2016

Sponsorenlauf bringt 7500 Euro

Förderverein der Astrid-Lindgren-Schule beginnt erste Umgestaltungsphase des Schulhofs

Der Förderverein der Astrid-Lindgren-Grundschule möchte den Schulhof für die Zukunft gründlich umgestalten – doch dafür sind 60 000 Euro nötig. Mit einem Sponsorenlauf ist jetzt ordentlich Bewegung in das Projekt gekommen: Die Schüler haben 7500 Euro erlaufen, das ist ein Viertel des Eigenanteils.

Sehnde. Für Schulleiterin Marina Woywodt ist das eine der besten Nachrichten seit Langem. „Das gibt Zuversicht, denn anfangs waren viele skeptisch, ob wir überhaupt so viel Geld erwirtschaften können.“ Rund die Hälfte der Kosten von 60 000 Euro muss der Förderverein selbst tragen. Nach diesem finanziellen Konzept ist bereits der Schulhof der Grundschule Breite Straße umgestaltet worden.

Der Eigenanteil soll innerhalb der nächsten vier Jahre nicht nur mit Muskelkraft gestemmt, sondern auch durch Spenden und Erlösen wie dem aus dem Würstchen- und Getränkeverkauf beim Laternenumzug am Donnerstag sowie aus Veranstaltungen wie dem Sponsorenlauf gewonnen werden. Dabei haben die 160 Schüler genau 2699 Runden auf dem Schulhof am Zuckerfabriksweg gedreht und sich vorher Unterstützer gesucht, Verwandte und Freunde, aber auch Sehnder Geschäftsleute. „Da gab es pro Runde zwischen 20 Cent und 5 Euro“, hat Woywodt mit Erstaunen festgestellt. Darüber hinaus spendete die Gesellschaft Infrastruktur Sehnde eine „großzügige Summe“, sagt Cristina Weber Figueiredo vom Förderverein. Dennoch sei man auch in Zukunft auf Spenden angewiesen. Weitere Aktionen seien aber erst mal nicht geplant.

Durch das gute Ergebnis des Sponsorenlaufs habe man bereits mit der ersten Phase der Umgestaltung beginnen können, meint Woywodt. Dabei sollen eine Ruhezone mit Sitzecke eingerichtet und die Tischtennisplatten aus Beton versetzt werden. Zudem soll das Holzpodest vor dem Mehrzweckraum an den Seiten bepflanzt und der Schulhof auch sonst deutlich grüner werden. „Wir haben auf dem Schulhof zu wenig Schatten, bei Festen müssen wir oft Schirme aufspannen“, verdeutlicht die Schulleiterin.

In den nächsten Jahren sollen zudem noch ein grünes Klassenzimmer, ein Hügelgelände und ein Naturpfad entstehen. Außerdem will der Förderverein eine Senke anlegen, die das Regenwasser auffängt.